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Natürlich wilde Camping Küche – Brennnessel

 

Der Frühling machts einem schon leicht, gerade jetzt wächst es an allen Ecken und Enden. Auf unserem Campingplatz sind viele solcher „wilden“ Ecken, wo alles noch wachsen darf.

 

Ob Bachkresse, Brennnessel, Löwenzahn, Giersch -  um nur einiges aufzuzählen, sie schmecken angenehm frisch und geben uns nach dem Winter die nötige Energie. Mein Lieblingskraut ist die Brennnessel, vielfältig in ihrer Wirkung und außerdem lauft ihr keiner Verwechslungsgefahr beim Sammeln, ihr erkennt sie immer, spätestens wenn ihr sie berührt. Für die Brennnessel sollte eigentlich in jedem Garten eine Ecke reserviert sein, denn gerade Schmetterlinge finden dort Nahrung. Für mich sind diese wilden Ecken sowieso die spannendsten, nur beobachten und abwarten was passiert.

Über die Wirkung hab ich ein bisschen recherchiert, das Brennnesselkraut wirkt entschlackend, entwässernd und blutreinigend. Die Samen der Brennnessel, die man im Spätsommer ernten kann, sind das Superfood schlechthin. Brennnesselsamen enthalten viel Eiweiß, Calcium, Zink und viele wichtige Vitamine.

 

Meine Brennnesselrezepte verrate ich euch natürlich auch. Ich schau, dass ich immer die frischen Blätter ernte, denn sie sind zarter und lassen sich besser verarbeiten. Ist die Pflanze schon größer nehme ich nur die obersten 15 cm. Meistens vergesse ich auf die Handschuhe. Die Brennnesselstiche sind zwar durchblutungsfördernd und gesund, aber gar so angenehm ist diese Kur nicht. Also denkt an Handschuhe ;-)

 

 

Wir Tiroler sind ja bekannt als Knödelesser, deshalb auch unser Favorit: die Brennnessel-Knödel.

Wie Spinatknödel, nur ohne Spinat und dafür mit Brennnessel, das sind Brennnessel-Knödel. Am besten blanchiert man die Blätter im ersten Schritt kurz, damit man sich beim Kneten keinen Juckreiz holt. Dann können sie klein geschnitten werden und mit Knödelbrot, flüssiger Butter, Eiern, Milch und Gewürzen vermischt werden. Wer die Knödel gerne ganz grün hat, kann die Blätter auch pürieren und so mit den anderen Zutaten vermischen.

Wir verspeisen die Knödel am liebsten mit brauner Butter und Parmesan. 300g Knödelbrot, 150g Butter, 5 Eier, 200ml Milch, 50 g Grieß, 100g Brennnessel, Salz, Pfeffer, Muskat.

 

Ein Klassiker: Brennnessel-Tee

Die Frühjahrskur schlechthin, entweder getrocknet oder ganz frisch gepflückt in heißes Wasser geben und ziehen lassen. Schon hat man einen gesunden Tee. Brennnessel-Tee ist ein altes Hausmittel und soll auch entschlackend sowie stoffwechselfördernd wirken. Aber das Wichtigste – er schmeckt.

 

Für kalte Tage, oder wenn es schnell gehen muss: Brennnessel-Suppe

Pürieren und zu Suppe verarbeiten lässt sich ja vieles, da ist auch die Brennnessel keine Ausnahme. Mit Zwiebel und Kartoffel in etwas Öl anschwitzen, mit Wasser oder Gemüsesuppe aufgießen und nach etwas Kochzeit pürieren. Beim Servieren einen Löffel Sauerrahm drauf - und schon kann geschlemmt werden.

 

Es muss nicht immer Bärlauch sein: Brennnessel-Pesto

Pesto kann man eigentlich so gut wie mit jedem Kraut herstellen - auch mit Brennnessel. Wie bei einem Basilikum Pesto werden die Blätter mit Öl, Pfeffer, Parmesan und Knoblauch zu einer Paste püriert. Wer mag, kann dann noch Pinienkerne oder andere Nüsse unterrühren. Das Pesto passt natürlich zu Nudeln, aber auch auf Toast, zu Gemüse oder zu Fleisch.

 

Ganz unterschätzt werden die Brennnesselsamen

Das Superfood schlechthin, schmeckt nussig und sind vielfältig einsetzbar. Ihr könnt die Samen übers Müsli, den Salat, aufs Butterbrot streuen, in die Energiebällchen oder in die Müsliriegel geben. Man erntet Sie erst ab Ende August und nimmt eher die weiblichen Pflanzen. Ihr könnt die Samen grün, oder auch erst wenn sie bereits braun sind, ernten. Die reifen, braunen Samen schmecken ein bisschen nussiger. Bei der Ernte einfach die Samenbüschel von der Pflanze abschneiden und trocknen. Die weiblichen Pflanzen erkennt ihr daran, dass die Samen wie Trauben herabhängen.

 

Und auch im Garten ein richtiges Wundermittel: Brennnesseljauche, wirkt gegen Schädlinge und als Dünger. 10-14 Tage Brennnessel mit Wasser bedecken und abdecken, zwischendrin manchmal umrühren, die Jauche ist fertig wenn Bläschen aufsteigen. 1:10 verdünnt als Dünger verwenden oder Spritzmittel z.B. gegen Läuse

 

Viel Spaß beim Kochen - eure Karin

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